Disney steigt mit ESPN in den TV-Rechte-Poker der Bundesliga ein
Jojo | 30. Oktober 2008 | Kategorie 1. Bundesliga, TV - Live | 0 Kommentare
Nachdem Arena gescheitert ist, der Deal mit Kirch geplatzt ist und auch Premiere mehr als genug Probleme hat, könnte nun vielleicht der “finanzielle” Retter in der Not für die deutsche Bundesliga auftauchen. Disney möchte über seine Sporttochter ESPN am Poker um die deutschen TV-Rechte teilnehmen. ESPN ist bereits weltweit stark vertreten und hat auch in der Vergangenheit schon agressiv expandiert und dabei auch Geld in die Hand genommen. In Deutschland ist man bisher aber nur durch ESPN Classics bei den Kabelanbietern vertreten.
In jedem Fall werden wir dann wohl einen spannenden Fight zwischen Premiere und ESPN sehen. Eines ist klar. Premiere kann sich den Verlust der Bundesligarechte eigentlich nicht leisten. Was hat man sonst noch zu bieten? Premiere ist im Grunde genommen also gezwungen dagegen zu halten und auch entsprechend Geld in die Hand zu nehmen. Eine Situation die den Vereinen gefallen dürfte. Bisher zahlt Premiere 205 Millionen Euro.
Somit ist die Zukunft der TV-Rechte derzeit offen. Genauso offen ist wo, was und vor allem zu welcher Zeit zu sehen sein wird. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Anstoßzeiten deutlich aufgesplittert werden und auch die Sportschau könnte wieder vom Bildschirm verschwinden. Wobei sich dann sicherlich eine Alternative auf einem anderem Sender finden würde. Eine Zusammenfassung der Bundesligaspiele im FreeTV wird es auch zukünftig sicherlich geben.
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