Hannover will DFL verklagen

Matthias | 29. Oktober 2008 | Kategorie Sonstiges | 1 Kommentar  

Habe ich die letzten Tage noch garnichts von gelesen oder einfach nur überlesen. Bin gerade darüber gestolpert das Hannover Präsident Martin Kind die DFL verklagen will weil diese die 50+1 Regelung nicht kippen will.

Wozu die Regel da ist? Dadurch soll verhindert werden, dass ein (Groß-)Investor die Mehrheit an einem Verein übernehmen kann. Der Verein muss also weiterhin die Entscheidungsgewalt über Personal haben.

Martin Kind sieht das Entwicklungspotential seines Klubs gefährdet oder gar gestoppt und keine Möglichkeit sich zu verbessern. Interessant ist auch seine Variante von Konsens:

Wir haben zwei Optionen: entweder eine Regelung im Konsens oder eine Rechtsklärung.

Dabei sieht er wohl in jedem Fall die Auflösung der 50+1 Regelung als einzige Lösung. Ja ja, Konsens usw… ;-)
Geplant ist dann auch das volle Programm mit “einer handels-, wettbewerbs- und kartellrechtlichen Klage”. So will er Hannover 96 aus dem Mittelfeld, weiter nach oben bringen. Derzeit sieht er gegen die übermächtige Konkurrenz wie Bayern, Stuttgart, Bremen, etc. keine andere Möglichkeit da die finanziellen Möglichkeiten fehlen.

Ich weiss ja nicht ob das unbedingt eine so gute Lösung ist. Da kommt dann also jemand mit nem Berg Geld und will einen Fussball-Verein besitzen. Investiert kräftig in Spieler und zahlt wohl auch Gehälter, der Verein spielt vielleicht auch einige Zeit weiter oben in der Tabelle (wenn es denn gut geht, Geld ist keine 100% Garantie). Aber was ist denn wenn der Investor die Lust an der Sache verliert? Man ist doch von den Millionen völlig abhängig und würde böse abstürzen wenn die plötzlich weg wären?

Bei Zeit.de gibt es ein vollständiges Interview von Martin Kind zur Problematik.

1 Kommentar zu “Hannover will DFL verklagen”

  1. Jojo am 30. Oktober 2008 00:31 Uhr.

    Ist halt die Frage. Ist es wirklich ein Investor oder aber ein “Reicher” der einfach nur seinen Spaß haben will und sein Geld raushaut. Gegen ein Investor ist nicht unbedingt prinzipiell etwas zu sagen, auch wenn ich persönlich eigentlich nur Hoffenheim als ein Beispiel sehe bei dem dies wirklich geklappt hat. Chelsea ist zwar erfolgreich, aber ist die Frage ob sich der Verein selber trägt? Andere Beispiele wie ManU oder Liverpool … die waren denke ich vorher auch schon erfolgreich.

    Herr Kind sollte auch nicht vergessen, dass ein Investor Geld verdienen will … ganz so einfach und positiv würde ich das nicht sehen. Ich wäre eher dafür, dass man sich hoch arbeitet, dass ist anderen Vereinen auch schon gelungen.

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