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Sky Quartalszahlen 3-2009

Es ist soweit. Die mit Spannung erwarteten Sky-Quartalszahlen vom 3. Quartal sind da:

Wesentliche Kennzahlen Q3 2009*:
• Umsatz von 208,5 Mio. € (Q3 2008: 221,9 Mio. €)
• EBITDA: -87,9 Mio. € (Q3 2008: -27,0 Mio. €)
• 2,431 Mio. Abonnenten zum 30. September
• Bruttozuwachs von 201.000 Abonnenten – Steigerung um 46 Prozent gegenüber Q3 2008
• Nettozuwachs von 67.000 Abonnenten
• Monatlicher ARPU steigt auf 25,77 € gegenüber 25,20 € in Q2 2009
• Finanzieller Ausblick für 2010 und Folgejahre bestätigt
• Break-even von EBITDA und operativem Cashflow auf Monatsbasis in Q4 2010 erwartet, wegen starken ARPU-Wachstums bei niedrigerer Abonnentenzahl von 2,8 bis 3,0 Mio.

Die Zahlen sehen auf den ersten Blick garnicht so schlecht aus, vor allem der Brutto- und Nettozuwachs bei den Abonnenten. Allerdings kann man mit Zahlen ja vieles darstellen. Wenn man mal genauer guckt stellt man fest, dass Sky zwar so einiges an Neukunden werben konnte, aber auch eine sehr hohe Kündigungsquote hat.

Die Zahl der Abos stieg von 2,364 Millionen Kunden im 2. Quartal 2009 auf 2,431 Millionen im 3. Quartal 2009. Die Kündigungsquote ist ebenfalls von hohen 22,4% auf 23,3% angestiegen. Laut Sky sollen vor allem auslaufende Flex-Abos sowie stark rabattierte Abos dabei sein.
Das Auslaufen von stark rabattierten Abos wirkt sich auch auf den durchschnittlichen Umsatz pro Kunde aus. Dieser steigt von 25,20 Euro auf 25,77 Euro pro Monat.

Sky Chef Williams musste damit ein enttäuschendes Kundenwachstum und eine hohe Kündigungsrate melden. Williams: „Das Wachstum ist nicht da, wo wir uns das erhofft hatten.“

Das von Williams und Sky erhoffte massive Kundenwachstum ist damit zumindest bisher nicht eingetroffen. Es scheint auch etwas Ernüchterung eingetreten zu sein. Nun will man nämlich nicht mehr durch mehr Kunden in die Gewinnzone kommen, sondern durch mehr Umsatz pro Kunde. Im Endeffekt also teurere Pakete bzw. mehr Pakete pro Kunde. Im 3. Quartal konnte der Umsatz ja bereits auf 25,77 Euro pro Monat pro Kunde gesteigert werden. Im 4. Quartal sollen 27 Euro erreicht werden, im 1. Quartal 2010 sogar schon 29 Euro.
Das würde bedeuten, dass Sky nicht mehr massiv durch billige Lock-Angebote auf Kundenfang geht, wie sie es ja derzeit noch versuchen. Aber auch bei höherem Umsatz pro Kunden muss Sky 2,8 bis 3 Millionen Kunden überzeugen, um in die Gewinnzone zu kommen. Alzu leicht dürfte das nicht werden, wenn man keine größeren Rabatte mehr geben will. Denn nichts anders heißt ja das steigern vom Umsatz pro Kunde.

Stellt sich die Frage, wie viele von den Sky Kunden noch mit einem günstigen Abo-Preis Pay-TV sehen. Von denen ist sicher nicht jeder begeistert, in Zukunft mehr bezahlen zu müssen. Das zeigt sich ja auch durch die hohe Kündigungsquote. Also abwarten auf die nächsten Quartalszahlen. Die von mir erhofften günstigeren Pakete wird es dann aber wohl im nächsten Jahr nicht geben. Aber ich lasse mich trotzdem natürlich gerne überraschen… 😉

Was meint ihr zu den Sky-Quartalszahlen und wie geht es weiter? War mit Premiere alles besser?


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