Eine EM ohne England
England fehlte bei der Europameisterschaft 2008. Die Mannschaft scheiterte in der Qualifikation und musste dem Turnier von zu Hause aus zusehen — für ein Land, das den Fußball als Sportart hervorgebracht hat, mehr als eine sportliche Fußnote.
Die Reaktionen im Rest Europas fielen entsprechend aus. In der Blogosphäre und auf den damals jungen Videoplattformen kursierte binnen Tagen eine Reihe von Beiträgen, die den Ausfall genüsslich kommentierten. Trauer hielt sich außerhalb der Insel in Grenzen.
Sportlich war das Scheitern weniger überraschend, als es die Aufregung vermuten ließ. Englands Qualifikationsgruppe war anspruchsvoll besetzt, und die Mannschaft hatte über den gesamten Zyklus Punkte liegen lassen, die sich am Ende nicht mehr aufholen ließen.