Borussia Dortmund entlässt Thomas Doll
Borussia Dortmund entließ Thomas Doll, und nachvollziehbar war das durchaus. Zwar stand der BVB im DFB-Pokalfinale und durfte dank des Finalgegners Bayern in der kommenden Saison wieder international spielen. Die Ligasaison selbst blieb aber eine trübe Angelegenheit: Am Ende reichte es nur zu Platz 13.
Das Problem stand hinten
Eine Zahl beschreibt die Saison präziser als jede Tabellenplatzierung: 62 Gegentore. Kein anderes Team der Liga kassierte mehr. Das Problem lag weniger im Tor als in der Innenverteidigung, wo die Zuordnung über die gesamte Spielzeit nicht stabil wurde.
Der Sturm war im Prinzip ordentlich besetzt. Die Verletzung von Alexander Frei warf die Offensive allerdings deutlich zurück; blieb er in der neuen Saison fit, war dort eine Verbesserung zu erwarten.
Offen blieb die Frage, was diese Mannschaft realistisch erreichen kann — eine Frage, die in Dortmund selten gestellt wurde, weil der Anspruch traditionell über der Kaderqualität lag. Als aussichtsreichster Nachfolgekandidat galt Jürgen Klopp.