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Zwei Jahre Ausschluss: Die UEFA-Strafe gegen Legia Warschau

Vergitterter Gästeblock

Die UEFA verhängte eine der härteren Strafen ihrer damaligen Praxis. Anhänger von Legia Warschau waren vor, während und nach einem UI-Cup-Spiel gegen die litauische Mannschaft Vetra Vilnius für schwere Ausschreitungen verantwortlich. Hooligans griffen die Polizei unter anderem mit Steinen und Eisenstangen an.

Eine Sperre, die in die Zukunft reicht

Die Konstruktion der Strafe war bemerkenswert. Legia wurde für die laufende Spielzeit von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Zusätzlich durfte der Verein innerhalb der folgenden fünf Jahre einmal nicht international antreten — auch dann nicht, wenn er sich national dafür qualifiziert hätte.

Diese zweite Hälfte trifft nicht das laufende Geschäft, sondern eine spätere sportliche Leistung. Für einen Klub, der sich Jahre danach einen Europapokalplatz erspielt, ist das ein spürbarer Nachteil — und für die eigenen Anhänger ein Anreiz, den es ohne die Sperre nicht gäbe.

Der Vorfall hatte auch eine diplomatische Dimension: Polens Ministerpräsident Jarosław Kaczyński entschuldigte sich bei seinem litauischen Amtskollegen für die Ausschreitungen.