Hans Meyer: Die Zitate zum Abschied in Nürnberg
Zur Entlassung von Hans Meyer beim 1. FC Nürnberg trug die Süddeutsche Zeitung eine Sammlung seiner Aussprüche zusammen. Meyer galt über Jahre als einer der wenigen Trainer, bei denen eine Pressekonferenz aus eigenem Antrieb sehenswert war — Reporterschreck und Sprücheklopfer in einer Person.
Vier Beispiele aus dieser Sammlung:
„Bis 1990 habe ich nicht für Geld, sondern für den Sozialismus gearbeitet.“
„Hören Sie, ich bin von Haus aus Kommunist, das heißt, ich bin von Haus aus arm.“
„Im Trainingslager haben wir ein Kicker-Turnier gemacht, vielleicht war das der Schlüssel zum Erfolg.“
„Wir gehen nachts mit Fackeln in den Wald, damit die Jungs die Angst verlieren.“
Was diese Sätze verbindet, ist ein Grundton, den es im Trainergeschäft kaum noch gibt: die Bereitschaft, eine Frage nicht mit einer Floskel zu beantworten. Dass Meyer damit gelegentlich anecken würde, war Teil der Rechnung.