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„Sky teuer“: Wie Fußballfans 2009 auf die Pay-TV-Preise reagierten

Receiver mit Kabeln im Regal

Die Umstellung von Premiere auf Sky hatte für Bundesliga-Zuschauer eine sehr konkrete Folge: Livefußball wurde deutlich teurer. Ob man die neuen Preise für gerechtfertigt hielt oder für überzogen, war Ansichtssache — dass sie gestiegen waren, nicht.

Wie stark das Thema die Fans beschäftigte, ließ sich im Sommer 2009 gut an den Suchanfragen ablesen, mit denen Nutzer auf Fußballseiten landeten. Auffällig war weniger das Volumen als die Formulierung.

Der Preis als Suchbegriff

Die meistgenutzte negativ formulierte Suche jener Wochen war schlicht „Sky teuer“. Direkt dahinter folgten „sky zu teuer“ und „sky viel zu teuer“ — dieselbe Aussage in drei Steigerungsstufen. Über einen Zeitraum von vier Wochen entfiel ein dreistelliger Teil der Suchzugriffe auf Kombinationen aus dem Sendernamen und dem Wort „teuer“.

Suchanfragen dieser Art sind ein ungewöhnlich direkter Stimmungsindikator. Niemand tippt „sky viel zu teuer“ in eine Suchmaschine, um ein Abo abzuschließen. Solche Formulierungen sind eher Meinungsäußerung als Informationssuche — der Nutzer sucht Bestätigung dafür, dass andere es genauso sehen.

Der Hintergrund

Ausgelöst hatte die Debatte die Paketumstellung: Die Bundesliga war nicht mehr als Einzelabo für 19,90 Euro zu haben, sondern nur noch in Kombination mit dem Grundpaket, was den Einstiegspreis auf 32,90 Euro hob. Für Zuschauer, die ausschließlich wegen der Bundesliga gebucht hatten, bedeutete das eine Steigerung um zwei Drittel bei unverändertem Nutzen.

Aus Anbietersicht ließ sich das mit den Rechtekosten begründen. Für den Abonnenten blieb es eine Erhöhung, die er nicht bestellt hatte — und die Suchanfragen jener Wochen zeigen recht deutlich, wie das ankam.