Der VfB Stuttgart im Pokalfinale 2007: Zwei Szenen, ein Nachgeschmack
Als Deutscher Meister hatte der VfB Stuttgart in jener Saison viele Sympathien gesammelt: eine junge Mannschaft, ein überraschender Titel, ein Verlauf, den kaum jemand vorhergesagt hatte. Im DFB-Pokalfinale reichten dann wenige Minuten, um dieses Bild zu beschädigen.
Zuerst der Schlag von Cacau, der folgerichtig mit Rot geahndet wurde. Kurz darauf das brutale Foul von Fernando Meira — für das es lediglich Gelb gab.
Die Ungleichbehandlung
Schiedsrichter Herbert Fandel stand damit vor der Situation, innerhalb weniger Minuten einen zweiten Stuttgarter vom Platz stellen zu müssen. Er tat es nicht. Ob die Szene für sich genommen einen Platzverweis hergegeben hätte, lässt sich diskutieren; im direkten Vergleich mit der zuvor bestraften Aktion fiel die Bewertung jedenfalls auffällig milder aus.
Nachträglich korrigieren ließ sich das nicht. Da der Schiedsrichter die Szene gesehen und bewertet hatte, handelte es sich um eine Tatsachenentscheidung — sportgerichtlich damit nicht mehr angreifbar.