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VfL Wolfsburg: Der Verein mit Geld und ohne Auswärtsfahrer

Leerer Gästeblock

Dass der VfL Wolfsburg keine große Anhängerschaft hat, war keine Neuigkeit. Dass sich zum Auswärtsspiel in Frankfurt lediglich 76 Wolfsburger auf den Weg machten, markierte allerdings ein Extrem. Im Jahr zuvor waren es 71 gewesen — die Entwicklung zeigte also nach oben, nur eben in einer Größenordnung, die den Punkt eher unterstreicht als entkräftet.

Ein ähnliches Bild ergab ein Blick auf die damals populäre Bundesliga-Anwendung bei Facebook. Wolfsburg lag dort gemeinsam mit Duisburg am Ende der Tabelle und kam auf elf Fans, während sieben Klubs die Marke von hundert teils deutlich überschritten hatten. An der Spitze standen die Bayern mit 635.

Zu Hause sieht die Zahl anders aus

Der Heimbereich ergab ein freundlicheres Bild. 30.000 Menschen passen in die Volkswagen Arena, und der VfL kam auf einen Zuschauerschnitt von 24.183 — Platz 14 in der Liga, aber ein spürbares Plus gegenüber den 22.327 der Vorsaison. Zum Vergleich: In der Saison 2000/01 lag der Schnitt bei 14.199.

Die Zahlen widersprechen sich nicht. Sie beschreiben einen Klub, der ein Publikum vor Ort aufbaut, aber noch keine Anhängerschaft, die ihm quer durch die Republik hinterherfährt. Das eine folgt aus guten Ergebnissen, das andere braucht Jahrzehnte.