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Was bei Hertha BSC schiefläuft

Leere Trainerbank im Regen

Fünf Punkte standen nach dem bisherigen Saisonverlauf auf dem Konto von Hertha BSC. Eine Mannschaft, die in der Vorsaison den vierten Platz erreicht hatte, war damit historisch schlecht unterwegs — eine Einordnung, die auch der Blogger Trainer Baade damals in Zahlen gefasst hatte.

Auf den Transfermarkt allein ließ sich das nicht schieben. Nach Zahlen von transfermarkt.de standen Einnahmen von 8,5 Millionen Euro Ausgaben von 3,11 Millionen gegenüber, was ein Plus von rund 5,39 Millionen ergab. Angesichts der finanziellen Lage des Klubs war dieses Plus vermutlich weniger eine Wahl als eine Notwendigkeit — Hertha stand nicht so regelmäßig in den Schlagzeilen wie Schalke 04, aber Spielraum für ein Minus gab es kaum.

Drei Abgänge, kein Ersatz

Das eigentliche Problem lag nicht in der Bilanz, sondern in ihrer Zusammensetzung. Mit Marko Pantelic, Josip Simunic und Andrij Woronin verließen drei Spieler den Verein, die tragende Rollen hatten. Ersetzt wurden sie nicht gleichwertig — entweder fehlte den Neuzugängen die Qualität, oder sie steckten noch in der Eingewöhnung.

Das Muster ähnelte dem, was ein Jahr zuvor beim VfB Stuttgart zu beobachten war: Ein Kader, der über Zusammenspiel funktioniert hatte, wurde an drei Stellen gleichzeitig aufgemacht. Läuft es unter solchen Bedingungen früh nicht, entsteht eine Abwärtsspirale, aus der ein Ausstieg mit jedem Spieltag schwerer wird.